LoFi Con 2025 – drei Tage voller coolem OSR-Spiels

Vom 12. bis 14.09. 2025 fand die LoFi Con in Leipzig statt, auf der ich Bekannte und Freunde traf sowie Runden anbot oder in welchen mitspielte. Meine Eindrücke.

Hinfahrt

Eigentlich wollte ich mit dem Zug nach Leipzig fahren, dann ergab sich jedoch eine Mitfahrgelegenheit im Auto von Hamnburg aus. Wir waren etwa drei Stunden länger unterwegs, als es geplant war, haben uns uns aber sehr gut unterhalten. Zwei Mal haben wir deswegen sogar die Ausfahrt verpasst, hehe. Gegen 20:30 kamen wir dann am Veranstaltungsort in Leipzig Plagwitz an.

Freitag

Ich freute mich besonders auf diesen Con, weil ich endlich einige Mitspielende von unserem Online-Open-Table Valravn treffen würde – und es war großartig! Wir kannten uns schon aus dem Chat und den Videokonferenzen, aber sich in Person zu treffen, ist echt mal was ganz anderes. Es gab Umarmungen, Händeschütteln, Lachen und Schulterklopfen, dass es eine Freude war!

Gespielt hab ich am Freitag nicht mehr, und zog mich später am Abend in mein Zimmer zurück, das ich netterweise in dem Häuserprojekt nutzen durfte.

Samstag

Als Spieler ging es für mich mit einer Runde Warlock! bei Alex vom Open-Table los, was viel Spaß gemacht hat. Wir spielten das Abenteuer Nacht des Blutes für WFRP, ein Mitspieler zeichnete sogar Szenen mit! Ich spielte einen Agitator, was mir überraschend viel Spaß machte. Hier mal eine kleine Bemerkung, da ein kleiner Hinweis und dann ein entsprechender Fertigkeitswurf, um meine Interessen voranzutreiben – nice.

Ab 14:00 war dann meine Deathbringer-Runde dran, für die sich zwei Leute angemeldet hatten. Wir spielten in der Dunkelheim-Stadt Doval als Sandbox, was gut funktioniert hat. Ich hatte Orte, Personagen und einige Hooks vorbereitet, um die sich die Hexenjägerin und der Deathbringer (Kämpfer) kümmern konnten, wenn sie wollten. Die Aufhänger enthielten das Verschwinden von Obdachlosen, einen zugeschütteten Keller und einen seltsam grünlichen Nebel, der zeitweise um und bei Mitternacht in die Stadt gezogen war. Die kleine Abenteuergruppe kümmerte sich um die Angelegenheit mit den Obdachlosen (eine Vampirin) und dem Keller (ein Ghoul), wir hatten, so mein Eindruck, viel Spaß! Es ergab sich, dass wir ziemlich viel gelacht haben, was dem Spiel in der transsilvanisch angehauchten Region aber keineswegs geschadet hat.

Am Abend spielte ich noch bei einer Runde Craving mit, einem Zombie-Rollenspiel. Wir waren anscheinend alle schon etwas müde, sodass wir nicht so richtig wussten, wie wir vorgehen wollten, um aus der Stadt zu fliehen, aber auch in dieser Runde haben wir viel gelacht! Wir hatten funtastisches Charakterspiel zwischen einem jüngeren Mann mit Verschwörungstheoriefaible und seiner älteren Vaterfigur – im wahrend Leben sind die Spielerin und der Spieler verheiratet, haha. Als unsere Figuren im Fluchtauto saßen, haben wir uns dann geeinigt, dass wir die Runde beenden, die Augen vieler waren schon ein bisschen klein geworden.

Sonntag

Gleich um 10:00 war meine Runde Grotten dran, vier weitere Leute wollten bei dem Dungeoncrawler mitmachen! Diese Runde war sehr hilfreich, mein Set-up zu überprüfen, und ich merkte, dass ich die Zufallstabellen anders organisieren möchte, damit ich nicht so viel suchen muss. Nach einer kurzen Einführungsphase ging es richtig zur Sache, es wurde gegen verschiedene Kreaturen gekämpft und auch der eine oder andere Händler hinterrücks – oder ganz offen – gemeuchelt. Es kam dann der Vorschlag auf, Händlern ein zufälliges Monster zur Seite zu stellen, um es nicht ganz so einfach zu machen. Nachdem die Gruppe den ersten Dungeon geschafft hatte, spielten wir mit den aufgelevelten Figuren noch einen nächsten, der sehr viel glatter ablief – und auch hier gingen wir siegreich hervor.

Die Mitspielenden waren toll drauf und meiner teils zunächst herrschenden Kopflosigkeit gegenüber sehr wohlwollend eingestellt – vielen Dank dafür! Grotten hat meiner Meinung nach echt Potenzial und es ist einfach und vorbereitungslos genug, um es oft an den Start zu bringen. Ich arbeite gerade an meinem Beitrag zum Barcosa Postkarten-Jam auf itch, zu dem ich meinen in Entwicklung befindlichen Deathmatch-Modus reingeben möchte.

Rückfahrt

Mein Reisepartner hat am Sonntag Nachmittag auch noch Traveller geleitet und nach einem kleinen Mittagessen ging es dann mit dem Auto zurück Richtung Hamburg. Auch hier unterhielten wir uns wieder sehr ausgiebig über OSR-Rollenspiel und beobachteten den Nachklapp zur Con auf Mastodon und im Valravn-Signalchat.

Fazit

Es war ein super Wochenende! Die Leute und Spiele waren toll, die Location auch, die Größe des Cons mit etwa 25 bis 30 Leuten nicht zu groß. Auf Mastodon las ich gerade, dass jemensch aus der Orga nächstes Jahr schrieb – das lässt auf einer Wiederholung hoffen!

In diesem Sinne: face your fears–explore!


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Veröffentlicht von

Thorsten

Thorsten

Abenteuerrollenspieler aus Kiel

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  • #1 MadMoses

    Schön wars!

    on September 20 2025, 15:59