Pink Pony of Death Con 2026 – Nachlese

Dies ist ein Folgebeitrag zu Pink Pony of Death Con 2026 – Was ich anbiete und worauf ich mich freue.

Am 14. und 15.03.2026 war die Pink Pony of Death-Con in Mainz und ich war dabei – irgendwie. Gleich vorweg: ich hatte die wahnwitzige Idee, sowohl am 14. als auch am 15.03. über Nacht an- bzw. abzureisen. Dadurch konnte ich durch starke Müdigkeit aber am 14. nicht im ersten Spielslot mitspielen und auch am 15. beim letzten nicht, weil ich mich entschloss, schon mittags wieder Richtung Heimat zu fahren, das war schade. Im Nachhinein war die Reiseplanung eine ganz, ganz schlechte Idee, weil ich doch nicht mehr 18 bin. Das mache ich nicht nochmal.

Geleitet: Grotten am 14.03.

Ich hatte richtig Glück mit meinen Mitspielenden, die ich vom Online-Open-Table oder der letztjährigen LoFi-Con kannte. Alex, Markus und Jule waren sofort dabei und machten – total in Ordnung! – sofort deutlich, dass wir das alles nicht sehr ernst nehmen würden. Wir hatten sooo viieell Spaß und haben uns, neben spannenden Kämpfen gegen Seuchenspinnen und anderem Gezücht, gegenseitig mit markigen Sprüchen eingedeckt, dass es eine Freude war!

Die Gruppe wählte aus den von mir vorbereiteten Spielfiguren welche aus und los ging es in die Tiefe. In jedem Gang oder Raum wird gewürfelt, ob es dort etwas gibt und, falls ja, was. Strukturen, Monster, NPC, Gegenstände oder Bosse (nur in Räumen). Spielziel ist es, sich durch den Dungeon zu kämpfen und letztlich gegen das Bossmonster zu gewinnen. In der Zwischenzeit schnetzelte die Gruppe sich durch das Dunkel und die Figuren stiegen dadurch einige Male auf, wodurch sich ihre Werte wie Attribute, Trefferpunkte und Gesundheit verbessern konnten. Man kann Grotten als reines Brettspiel zocken oder als Rollenspiel. Es wurde schnell klar, dass wir eher brettspielig spielen würden und wenn, dann asselige, total lustige Einzeiler bringen würden.

Eine Figur starb tatsächlich unter Tage, die Spielerin wählte sich dann einfach eine andere vorgefertigte aus und platzierte sie am Eingang des Dungeons, um wieder zur Gruppe zu stoßen. Nach einer Weile traf die Gruppe durch einen W20-Wurf zwischen 18 und 20 auf ein Bossmonster, merkte aber schnell, dass sie zu dem Zeitpunkt noch keine Chance hatten, und sie machten die Biege. Bei der nächsten Begegnung mit einem Boss sah es schon ganz anders aus, denn: gleich mit dem ersten Angriff vernichtete eine der Spielfiguren den Boss! One-hit! Wir fielen vor Lachen und Überraschung alle fast vom Stuhl und brauchten eine Weile, um uns wieder zu beruhigen, haha!

Nach den 3 Stunden Spielzeit kamen wir überein, dass wir so geschafft waren, dass wir keine zweite Runde oder Deathmatch anfangen wollten. Wir saßen danach mit einigen anderen Leuten im Sozialraum, erzählten von unserer Runde und sprachen über viele nerdige Themen. Hach, das Sozialisieren auf so einer Con ist für mich mindestens so gut wie das Spielen.

Es hat sich im Nachhinein gelohnt, dass ich die Textinhalte des Spiels wie die Regeln, Prozeduren und Zufallstabellen zu Obsidian transferiert hatte. 2025 bei meiner ersten Runde Grotten musste ich viel zu viel in den Ausdrucken herumsuchen und die Schrift war doch etwas zu klein für mich. Das konnte ich diesmal optimieren. Besonders die Verlinkungen von meinem Ablaufspickzettel zu den Tabellen war Gold wert, fand ich. Würfeln, auf die entsprechende Unterseite gehen, nochmal würfeln und ausspielen, dann per Zurück-Knopf wieder auf den Spickzettel.

Regelauslassungen, die nicht weh taten

Ich bin immer aufgeregt, wenn ich was leite oder moderiere. Und wenn die Luft sich aufheizt, heize ich mich kopfmäßig mit auf. Es blieb nicht aus, dass ich wenige Regeln vergaß bzw. nicht ins Spiel brachte:

  • Den Agility-Test, um einem eigentlich erfolgreichen Angriff auszuweichen – das schien durch die leichte Rüstung, die alle trugen, nicht sehr ins Gewicht zu fallen, auch wenn immer mindestens 1 Punkt Schaden durchkam. Außerdem fand die Gruppe so einige Heiltränke.
  • Die explodierenden Würfel (eh optional), mit den Luck-Punkten konnte man aber maximalen Schaden ohne Würfeln erzeugen. Ich erinnere mich nicht mehr, wie oft bei den Angriffen der Spielenden der höchste Würfelwert gewürfelt wurde, es wäre aber schon spannend zu sehen, wie sich das auswirkt.

Mitgespielt: AD&D am 14.03.

Nachdem ich mit einigen anderen Spielern den Dönerladen gegenüber unsicher gemacht hatte, schaute ich, welche Runden für den Abend angeboten wurden. Es gab neben einigen vollen Runde noch eine für AD&D, bei der sich bisher nur eine einzige Person eingetragen hatte. Da trug ich mich dann auch ein, AD&D hatte ich noch nie gespielt. Ansonsten hätte die Runde auch nicht stattgefunden.

Wir haben dann zu zweit mit jeweils zwei Spielfiguren eine von unten unsichtbare, schwebende Insel besucht und herauszufinden versucht, was da abging. Die andere Spielerin und ich waren zugegebenermaßen ziemlich müde, gaben uns aber jede Mühe. Da wir nach drei Stunden aufhören wollten und das Abenteuer auf 5-7 Stunden angelegt war, konnten wir das Rätsel nicht komplett selbst lösen. Der Spielleiter war aber so nett, es für uns kurz aufzulösen. Abgesehen davon wurde mir recht deutlich, dass AD&D als Regelwerk nichts für mich ist. THAC0, absteigende Rüstungsklasse, zu kleinteilig für mich.

Fazit

Ich hatte viel Spaß, auch wenn die Zeit, die ich spielend auf der Con verbrachte, aus anfangs genannten Gründen gefühlt ziemlich kurz war. Es war toll, wie bei der Lofi-Con 2025, einige Leute von der damaligen Con und vom Online-Open-Table wiederzusehen. Das hat ein bisschen was von Klassentreffen, auch wenn wir nie auf dieselbe Schule gegangen sind. Hach.

Im September gibt es vermutlich wieder eine LoFi-Con in Leipzig, zu der ich gern wieder fahren möchte. Dann aber mit besserer Reiseplanung und mehr Zeit. Ganz bestimmt.


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Veröffentlicht von

Thorsten

Thorsten

Abenteuerrollenspieler aus Kiel

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